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Kategorie: Ausprobiert

Ein neues Hobby: Bier brauen für Einsteiger

Gutes Essen ist etwas Wunderbares, aber genauso wichtig wie leckeres Essen sind köstliche Getränke. Und hier in Oberbayern ist traditionell das Getränk der Wahl Bier. Ein paar Flaschen von Crew Republic, deren farbenfrohe Etiketten mich aus einem Getränkemarktregal anlachten, waren mein Einstieg in die Welt des Craft Beer. Nach dem ersten Schluck war es um Anna und mich geschehen: Bier kann so anders sein, als die alten Bekannten Helles, Hefeweizen und Co.

Bayern, das ausgelobte Schlaraffenland des Bieres, verwandelte sich zur Craftbeerwüste. Nach diesem Erweckungserlebnis wurden wir experimentierfreudiger und ließen die üblichen Verdächtigen, wie Augustiner oder Tegernseer stehen. Stattdessen probierten wir uns durch die verschiedensten Biere, die man in einem normalen deutschen Supermarkt bekommen kann: Naturtrübes Kellerbier, Zwickel, Klosterbier – was immer uns anlachte, landete in unserem Einkaufswagen. Doch zuhause folgte der Vorfreude bald die Ernüchterung: Jedes Bier schien gleich und altbekannt zu schmecken, keines duftete überraschend fruchtig nach Ananas oder erinnerte an die Bitterkeit von Grapefruits. Stattdessen füllten wir uns wieder und wieder eine wässrig-malzige Brühe in die Gläser, die nicht nur auf der Zunge einen faden Nachgeschmack hinterließ.

Schon bald wanderten also weitere Craft Beer Flaschen in unser Zuhause. Doch auch hier liefen uns immer wieder Biere über den Weg, die nicht unserem Geschmack entsprachen. Noch dazu lernten wir, dass Bier nicht gleich Bier ist – schon gar nicht im Craft Beer Universum. IPA, Stout, Pale Ale und viele weitere Sortenbezeichnungen schwirrten in unseren Köpfen herum. Das war gewissermaßen der Anfang vom Ende – denn Verwirrung macht Recherche notwendig, und wer uns kennt weiß: Recherche führt zu Begeisterung, die wiederum in verrückten Projekten mündet. So lernten wir immer mehr über die verschiedensten Biersorten, Unterschiede in der Herstellung und interessante Zutaten, die das Deutsche Reinheitsgebot gar nicht gut heißen würde: Malz aus den unterschiedlichsten Getreidearten, Haferflocken, Honig, Gewürze, sogar Früchte. Langsam aber sicher wurde die Idee, selbst ein Bier zu brauen, immer greifbarer.

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